Atacames, Ecuador

Wir hatten ein riesen Glueck mit den Bussen. Wir nahmen das Taxi nach los Bancos. Da kam gerade ein Bus, welcher Richtung Kueste nach Esmeraldas faehrt. An der Endstation angekommen suchen wir ein Internetcafe und suchen da ein Hostel raus in Atacames. Dann nehmen wir noch einmal ein Taxi nach Atacames. Und da waren wir. Es war spaeter Abend und das Meer ist in Sicht. Das Taxi bringt uns zum Hostel, welches wir herausgeschrieben haben. Dies ist leider geschlossen. Das Hostel ist in Reparatur. Erst im November war hier ein starkes Erdbeben, welches einen grossen Teil der Stadt zerstoert hat. Na gut wir gehen ins Hostel nebenan. Die Menschen, welche uns dahin bringen, der Taxichauffeur und eigentlich alle um uns herum sind etwas komisch und nicht vertrauenswuerdig. Trotzdem bleiben wir da. Wir schliessen unsere Sachen ins Zimmer ein und gehen noch in eine Bar auf einen Drink. Auf der Strasse drehen sich alle um. Der Ort an welchem wir gelandet sind ist voellig untouristisch. Doch wir lassen uns nicht unterkriegen.

Der erste Tag am Meer steht an. Es ist bewoelkt, doch wir ziehen unsere Bikinis an und legen uns an den Strand. Wir fanden tatsaechlich einen jungen Typen mit Bar, welcher sich dafuer bereit erklaerte uns alle 30min zwei Caipirinhas ans Meer zu bringen. Und es war verlass auf ihn. Spaeter brachte uns ein Restaurantaussendienstler (So nenne ich den Typen, welcher vor dem Restaurant versucht den Leuten Dinner anzudrehen) sogar noch ein Menu an den Strand. Mit Aussicht aufs Meer genossen wir Seafood und Caipirinhas.

Am Abend versuchten wir auszugehen. Der Hausherr unseres Hostels (in dem wir die einzigen Gaeste waren) warnte uns. Wir sagten „ja, wir passen auf unser Zeugs auf“. Er meinte nur „Es geht nicht um euer Zeug“. Mit viel Vorsicht verliessen wir das Hostel. Viel lief jedoch nicht. Ausserdem wurde uns nachgerufen und wir werden bloed angeschaut von Jung und Alt. Wir endeten wieder in der Caipirinhabar spielend mit dem Babyhasen des Barkeepers. Der kleine Hase lebt in einem kleinen leeren Karton in einem ebenso leeren Zimmer. Wir gaben ihm Palmenblaetter und Orangenschale zu essen. Es fuehlte sich wohl bei uns. Wir redeten und hoerten Musik. Dann brachten uns die zwei Barkeeperbrueder nach Hause. Wir fanden dies etwas uebertrieben. Aber nur bis wir Zuhause waren. Als wir rein liefen und zurueck schauten sahen wir einen Typen herbei rennen. Er versuchte ins Hostel rein zu kommen. Der alte Herr beeilte sich und schliesst die Tuere. Er riegelt drei Mal ab und wir schauen uns nur verwundert und erstaunt an.

Tag zwei verlief aehnlich. Wir machten uns auf die Suche nach einem Bananensplit. Alle verkaufen Bananensplit, jedoch besitzt keiner die Vollkommenheit von Schokoladensauce und Schlagsahne. Dies sei zu teuer hier, was wieder zeigt wie untouristisch dieser Ort ist.

Erneut legen wir uns an den Strand. Heute hat es ein bisschen mehr Sonne, jedoch kaum Ruhe. Der Typ, welcher uns die Liegestuehle vermietete war Taub. Trotzdem versuchte er uns ununterbrochen Geschichten zu erzaehlen. Er gab komische Laute von sich und probierte mit Haenden und Fuessen zu erklaeren was er sah. Wenn wir probierten ihn zu ignorieren und die Augen schlossen wurde er lauter. Das war das eine. Dann waren da die Frauen, welche Massagen machten und Haare flechten. Sie verstehen nicht, dass wir dies nicht moechten. Ungefaehr jede halbe Stunde mussten wir uns Probemassagen geben lassen und uns rechtfertigen wieso wir dies nicht moechten. Macht nichts. Wir sind am Strand und geniessen das nichts tun.

Nach dem Nachtessen gingen wir noch einmal an den Strand. Nur um einige schoene Fotos zu machen. Wir setzten uns auf einen „Rettungsschwimmer-Aussichtspunkt“. Dann liess ich meine kleine Tasche da oben waehrend Thea ihren Rucksack davor in den Sand legt. Wir gingen ca. 3 Meter vom Turm weg und machten Fotos am Strand. Unsere Sachen liessen wir nicht aus den Augen. 10min spaeter kommt ein Mann und sagt wir sollen weg gehen es sei gefaehrlich. Wir fragten uns wieso, nahmen diese Warnung jedoch ernst und gingen. Und dann der naechste Schock. Meine Tasche ist weg. Wie kann das sein. Wir waren nicht ausser Sichtweite und weit und breit war kein Mensch. Ausserdem liegt am Boden greifbar ein kompletter Rucksack aber nein meine kleine Tasche, fuer welche man noch eine Leiter hoch muss ist weg. Wie kann man nur so viel Pech haben. Ich bin super veraergert. Wieso kann ich nicht einfach meinen IPod Zuhause gelassen haben wie gestern. Mein erster Gedanke: Neein meine kompletten Notizen und Texte, welche ich neu geschrieben habe sind erneut weg. Zweiter Gedanke: Mein Lieblings Fussband, welches ich ausgezogen habe, damit ich es bestimmt Zuhause auch noch habe. Dritter Gedanke: Meine neue Rayban Sonnenbrille. Wahrscheinlich das teuerste Stueck der Tasche. Selbst der Verlust meiner Trinkflasche, meiner Souvenirs und meiner Sonnencreme ist Nerven aufwaendend. Alles muss neu besorgt werden. Ich bin wuetend. Wuetend auf mich. Viel mehr aber auf Ecuador. Auf die Regierung von Ecuador. Wie kann ein Land so viel Diebstahl noetig haben. Ich hoffe echt der Dieb braucht meine Wertgegenstaende dringender als ich..

Enttaeuscht und niedergeschlagen gingen wir noch einen Caipirinha schluerfen und dann zurueck nach Quito. Das ist nicht fair. Die Einheimischen lassen ihr Handy überall rumliegen. Sie geben sich nicht Mal Mühe darauf aufzupassen. Ich würde nie und nimmer mein Handy auf den Tischlegen. Ich moechte Ecuador nur noch verlassen. Seit dem ersten Tag fuehle ich mich unsicher und nicht willkommen. Zum Glueck ist Thea dabei, welche mich von einem kleineren Nervenzusammenbruch abhaelt.

Auf dem Nachhauseweg schliefen wir, bis meine Füsse plötzlich Klitschnass wurden. Ich erschrak und meine ich hätte ausgelehrt, doch dies war nicht der Fall. Was war das? Musste sich die vor mir übergeben, ist ihr die Wasserflasche ausgelehrt? Nichts dergleichen. Ich konnte kein Auge mehr zu tun. Bestimmt war dies wieder ein Trick und sie wollen mich beklauen. Ich hatte 100 Vorstellungen und plötzlich das Gefühl jeder will mir was böses. Bis heute weiss ich nicht, was dies war. Vielleicht besser… schliesslich kamen wie heil in Quito an!

Endlich am Strand angekommen…

Mojitoday

Happy mit dem super Seafood 🙂

Unsere zwei Barkeeper und das Babyconejo 😀
Auf dem Wachstuhl noch mit Tasche und Lachen im Gesicht..

2 Antworten auf „Atacames, Ecuador“

  1. So, alles gelesen. Bin wieder auf dem neusten Stand!=)
    Du schreibst so super Zora!! Seit meiner Woche in Ecuador kann ich mich richtig in dich hinein fühlen. Ich weiss wie nervenaufreibend es ist, nicht zu wissen wie man weiter kommt, wann und wo die Busse fahren, und wie hilflos, enttäuscht und hintergangen man sich fühlt wenn man beklaut wird. So eine krasse Situation wie in Ecuador habe ich sonst noch nirgends erlebt. Einfach nur schade. Aber solche Erlebnisse machen uns stärker und vorsichtiger. Und ich habe selbst miterlebt wie cool du bleibst in solchen Situationen. Du lässt dich nicht so leicht unterkriegen! Bleib so Zora!!!=)
    Unsere Woche in Ecuador war ein super Adventure! So viel erlebt und gemacht in so kurzer Zeit. Wir hatten so viel Fun!=) Eine unvergessliche Zeit. Ich musste so lachen beim lesen deiner Zusammenfassungen unserer Erlebnisse!=) Das Conejo! Die Schockoladentour! (die Figur, im „Souvenir shop“=)))) Die Caipirinhas am Strand! Das Crazy Maultier! So viele coole Erinnerungen.
    Vielen Dank auch dir nochmals Zora, für diese unvergessliche Woche. Hat sich auf jeden fall gelohnt! Ein gelungener und hammer toller Trip!
    Geniesse den Rest deiner Reise und trage Sorge zu dir. Schon bald hast du Dänu an deiner Seite.=)
    Ich wünsche dir, dass du noch viele schöne und unvergessliche Momente erlebst und dann gesund und erfüllt nachhause kommen kannst.

    Hasta proto Querida!=)

    xxx Thea

    1. Heii Thea

      Schoen dass du schreibst. War in der Tat eine super Adventure Woche.. und du ein super Reisebuddy 😀 Das Beklaut werde haette nicht sein muessen aber auch an dass gewoehnt man sich – siehe mein cool bleiben 😉 Wir werden das Gute in Erinnerung behalten (Figur bei der Schokotour ;))

      Bis bald :* <3

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert